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Comments

  1. Danke für den Artikel. Ich hatte eine Notsectio auf Grund einer Schwangerschaftsvergiftung. Meine Kleine musste in der 34 Woche geholt werden. Stillen ging dann leider auch nicht, weil für uns beide alles zu früh war.
    Einfach war an dem Kaiserschnitt nichts. Ich konnte mich kaum bewegen und mein Kind nicht auf der Frühchenstation sehen.
    Zum Glück ist sie ganz stark und hat die schweren Umstände gut verkraftet.
    Aber ich mache mir wegen allem schon genug Sorgen um meine Tochter. Da verletzen alle Vorwürfe und Vorurteile zum Kaiserschnitt und Flasche nur noch mehr.
    Da hilft dein Artikel sehr 🙂

    • Das freut mich sehr Franziska! Wir Mütter machen uns genug Vorwürfe für Dinge, für die wir nichts dafür können, wenn dann auch noch doofe Aussagen von unhöflichen Menschen dazu kommen, dann ist das wirklich ein Problem! #motherhoodunited <3

  2. Ja genau das braucht man, die guten Leute, die einem noch ein schlechtes Gewissen einreden zu was auch immer. Meine Zimmernachbarin auf der Entbindungsstation hatte drei Tage so starke Nachwehen, dass sie nicht mal ihr Baby aus dem Bett nehmen könnte, DREI Tage. Also locker ist was anderes.

    Meine Freundin hatte so Angst vor der natürlichen Entbindung, dass sie zu krampfen anfing und einen Notkaiserschnitt brauchte, sehr traumatisch. Aber einen Kaiserschnitt macht man ja nicht, wenn es nicht nötig ist – why not?

    Ich gehöre allerdings auch zu diesen bindungsfremden Müttern, weil ich nicht stillte – also nicht konnte – obwohl ja JEDE Mutter stillen kann, JEDE, JEDE, JEDE..

    Im Allgemeinen reden die Leute so viel, wenn der Tag lang ist, vor allem die, die nichts zu sagen haben.
    Glg Uli

    • Ui, nicht stillen? Böse Mama! 😉 Ja, ich finde es schrecklich, wie Frauen einfach (meist von anderen Frauen) unterstellt wird, sie seien schlechte Mütter weil ihre Geburt so war oder sie nicht gestillt haben, oder weil sie ihr Kind in die Krippe schicken… tja, werde bald mal dazu was schreiben! Heißes Thema! 😉

  3. Ich habe ein Kind „normal“ zur Welt gebracht, der 2. kam per Kaiserschnitt, weil er quer gelegen ist.
    Meine Empfindung war diese, dass man nach einer nach vaginalen Geburt das Schlimmste überstanden hat (meistens zumindest), bei einer Kaiserschnittentbindung fängt danach das Schlimmste erst an. Zumindest war das vor 25 Jahren so, weil man damals noch eine andere OP-Technik gehabt hat.
    Freiwillig (weil ich Angst vor den Schmerzen habe oder Terminprobleme oder aus anderen Gründen) würde ich nie einen Kaiserschnitt machen lassen. Eine Operation ist und bleibt eine Operation und eine Narbe kann immer auch ein Problem bedeuten.
    Mangelnde Mutter-Kind-Bindung oder eine schlechte Vorbereitung des Kindes auf das Leben „da draußen“ bei einer Sektio kann ich überhaupt nicht bestätigen. Beide Kinder wurden von Anfang an herzlich geliebt und waren fit.
    Ich glaube, dass einfach sehr viel Schmarrn geredet wird.
    LG
    Sabienes

    • Oh ja, du sagst es, es wird wirklich viel Schmarrn geredet! 😉

  4. Liebe Evelyn,

    Du hast sicher recht damit, wenn du schreibst, dass es nicht den einfacheren oder schwierigeren Weg gibt – wobei ich (selbst Mutter zweier Kaiserschnitt-Kinder) sagen würde, dass mal rein von der Anstrengung der Geburt her gesehen, ein Kaiserschnitt schon der leichtere Weg ist. Klar hat man nachher die Kaiserschnitts-Narbe, die einen ein wenig ans Bett bindet, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass es so schlimm gewesen wäre. Immerhin überdeckt das schöne Gefühl, dass ein Kind auf der Welt ist, doch die Schmerzen. Ich hatte dazu mal in einem Bericht geschrieben, was man trotz Narbe alles machen kann (http://backmitliebe.de/du/).

    Allerdings finde ich auch, dass man sich kaum von anderen Müttern anklagen lassen sollte, man sei ja keine richtige Mutter. Jeder Weg ist individuell und es gibt kein richtig oder falsch. Und die Bindung, die man später zu seinem Kind aufbaut, hat nicht nur mit der Geburt, sondern auch mit dem Thema Stillen, Bonding und was es da nicht alles gibt, zu tun.

    Viele Grüße, Simone

  5. Gut, dass es auch mal solche Meinungen gibt. Sicher ist es wünschenswert, wenn ein Kind auf normalem Wege zur Welt kommt, aber das ist nunmal in sehr vielen Fällen einfach nicht drin. Ein Kaiserschnitt ist nunmal überwiegend eine notwendige Operation, die verhindert, dass Mutter und Kind bei der Geburt draufgehen – um es mal hart auszudrücken. Ich verstehe sowieso nicht, woher diese vorsintflutliche Meinung kommt, dass eine Frau gefälligst ihr Kind auf „normalem“ Weg zu gebären hat und natürlich ohne Betäubung. Als gäbe es dafür einen Preis. Ich jedenfalls bin verdammt froh, dass mir ein Kaiserschnitt bisher erspart blieb.
    „Eine Geburt ist hart und anstrengend und blutig – egal wie sie vonstatten geht.“
    Ganz genau!

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