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Kommentare

  1. Es sollte meiner Meinung nach sollte sowohl über die positiven als auch negativen Erfahrungen einer Geburt gesprochen werden, damit das Verständnis für dieses sensible Thema wächst. Gefühlt ist die vorherrschende Meinung, dass ein KS der bequeme Weg einer Geburt ist. Nach meiner Erfahrung ist er das nicht. Mein 1. Kind bekam ich per KS wegen BEL bei vorzeitigen Blasensprung. Trotz Wehenhemmer war bei mir der MuMu bereits 4cm offen bevor es in den OP ging (musste etwa etwa 3 Std warten wegen eines Notfalls) die Wehen waren gut auszuhalten. Der KS war für mich persönlich ein ziemlich traumatisches Erlebnis und auch die Zeit danach war schwer. Ich konnte mich aufgrund der Schmerzen nicht so um mein Kind kümmern wie ich es mir gewünscht hätte.
    Als sich unser zweites Kind angekündigt hat und auch in SL lag habe ich mich sehr auf eine natürliche Geburt gefreut. Schlussendlich war es noch schlimmer als beim 1. Denn ich hatte innerhalb von 2 Std sehr heftige Wehen die ich nicht veratmen konnte, da es auch keine Pausen gab. Schmerzmittel haben nicht geholfen und der Wehenhemmer ebenfalls nicht. Und es hat sich gar nichts getan… das war sehr entmutigend. Schlussendlich endete die Geschichte mit einem Not-KS aufgrund einer Gebärmutterruptur.

    Ich fühle mich um das Erlebnis betrogen und gleichzeitig habe ich das Gefühl, wenn man über die Geburten spricht, mich für die KS rechtfertigen zu müssen.

    Jede Form der Geburt birgt seine Herausforderungen und fordert viel von der werdenden Mutter und diese Leistung sollte anerkannt werden und nicht geringschätzig abgetan werden. Ich denke, es würde vielen helfen, die Erlebnisse einer Geburt zu verarbeiten, wenn mehr darüber gesprochen werden würde.

    Jede Mutter (ihr alle) habt Großartiges geleistet und bitte seid euch dem bewusst!!

  2. Liebe Autorin!
    Erstmal will ich dir sagen das es mir für dich wirklich leid tut, eine so negative und sogar traumatische Geburtserfahrung gemacht zu haben!
    Doch muss ich dir zu grundsätzlichen Punkten deines Beitrages widersprechen.
    Natürlich kann man eine Geburt nicht von Anfang bis Ende planen. Aber auf eine Geburt kann man sich sowohl organisatorisch, als auch körperlich und mental vorbereiten. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig und individuell.
    Ich gebe dir Recht das die Geburtstschmerzen oft „bagatellisiert“ werden. Das liegt aber auch daran das sie sehr unterschiedlich wahrgenommen werden!
    Spricht man mit anderen werdenden Mamas oder Frauen mit Kinderwunsch über die eigenen Erfahrungen sollten man beim Gesprächspartner immer nachfragen ob, was und wie viel sie tatsächlich hören will! Anderen die eigenen negativen Erfahrungen oder gehörte Horrorgeschichten einfach um die Ohren zu hauen ist absolut daneben.

    Gruß Nicole

  3. Wir haben 3 Kids.
    1x Geburtsstillstand, Fahrt vom Geburtshaus in die Klinik, Kaiserschnitt. 22 Stunden Quälerei, für mich gefühlt umsonst. Ich hab mich betrogen gefühlt um das Geburtserlebnis.

    2x völlig entspannte (zumindest im Vergleich zu vorher) Geburt im Geburtshaus. Einmal Wanne, einmal trocken.
    Völlig entspannt bedeutet: ohne Komplikationen, ohne Fahren, ohne unnötige ärztliche Untersuchungen, ohne Kaiserschnitt.
    Ich erinnere mich daran, dass ich 2 Minuten, bevor unsere Kurze zur Welt kam, gesagt hab: „Wie kann man nur vergessen, dass das so scheiße weh tut!?“
    2 Tage später und auch jetzt noch hab ich dafür ein Schulterzucken übrig.
    Die Schmerzen vom Kaiserschnitt werden mich ewig begleiten.

    Aber niemand möchte so eine Geschichte, egal wie es gelaufen ist, mehr als einmal hören. Anderen ist es egal, ob ich das mehr als einmal erzählen muss, damit es mir mit dem Erlebnis gut geht. Schade eigentlich.

    Aber mal eine andere Frage: Wer glaubt denn ernsthaft, dass eine Geburt NICHT weh tut? Das Ausmaß am eigenen Leib zu spüren ist definitiv ne Nummer. Aber davon auszugehen, dass es nicht weh tut, ist auch ziemlich naiv.

  4. Meiner Meinung nach steht und fällt alles mit der Einstellung zur Geburt und der Hebamme die einen begleitet. Meine Hebamme war spitze und sehr kompetent. Mir war klar, dass die Geburt schmerzhaft ist, aber sie gehört nun einmal dazu. Ich bin in den Kreissaal und habe mich darauf eingelassen und trotz Wehentropf (das wird dann richtig aua) nach drei Stunden ganz ohne Schmerzmittel entbunden. Für mich war es ein großartiges Erlebnis.

  5. In zwei Monaten erwarten wir Kind Nummer drei und ich freue mich auf die Geburt. Denn sicher gibt es entspanntere Dinge als eine Geburt, doch meine Schwangerschaften waren allesamt so ätzend, dass ich die Geburten als Befreiung ansehe.
    Vielleicht liegt es auch an den Rahmenbedingungen. Ich habe mir nie einen Plan für die Geburten gemacht, denn es kommt eh, wie es kommt. Auch hatte ich beide Male tolle Unterstützung durch meinen Mann, der sich tapfer beschimpfen und anbrüllen lies. Außerdem durfte ich seine Hände bei jeder Wehe so quetschen, dass sie hinterher grün und blau war. Zu guter Letzt war das Krankenhausteam super. Meine Wünsche wurden ernst genommen und selbst als ich der Hebamme bei einer fiesen Wehe auf die Hand schlug, blieb sie entspannt.
    Jede Geburt ist anders. Planen lässt sich fast nichts. Alles ist möglich. Und es gibt die großartigste Belohnung der Welt. Bis dahin einfach versuchen zu entspannen (klingt albern, ich weiß). Doch ich war nicht die erste und sicher nicht die letzte Frau die in den Kreissaal gepieschert hat, der die Kanüle aus der Vene gerutscht ist, sodass das Laken voller Blut war. Es tut weh. Ja. Sehr sogar. Aber es geht vorbei.

  6. Hallo Evelyn,
    Ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen. Was du geschrieben hast, trifft genau auf das zu, was ich erlebt habe. Manchmal ist es für mich unangenehm zu erzählen, wie schrecklich die Geburt für mich war, die auch mit einen Kaiserschnitt endete. Man wird gefragt, ob man es bereut oder schlimm findet, einen Kaiserschnitt bekommen zu haben. Aber ich hatte keine andere Wahl. Ich habe auch Monate gebraucht um das alles zu verarbeiten und wenn ich von der Geburt meines Sohnes erzähle, bekomme ich immernoch Gänsehaut und merke, das Thema geht immernoch nicht spurlos an mir vorrüber. Danke für deine Worte, es ist schön, wenn man weiß, dass es anderen auch so geht!!.

  7. …weil eh jede Geburt anders ist. Was bringt es wenn ich anderen werdenden Mamas von meinen 2 wenig schmerzhaften und für mich vollkommen in Ordnung verlaufenden Geburten erzähle, und deren Geburten dann die Hölle sind?

    Umgekehrt: warum muss man immer alles so Schwarz malen? Das macht doch nur unnötige Angst.

    Durch die ständigen Horrorstorys vergessen doch die meisten vorher mal den Kopf einzuschalten (Geburtsvorstellung im KH macht Sinn, dort sollte man fragen. Und mit dem Partner vorher reden. Mir war z.B.wichtig dass im Falle eines KS mein Mann beim Kind bleibt und nicht bei mir.) und auf ihr Bauchgefühl zu hören. Wir Frauen machen das schon über so viele Generationen Kinder geboren, da sollten wir das doch auch gebacken bekommen.

    Wer mich fragt bekommt natürlich trotzdem Auskunft 😉

  8. Ich hatte das „Glück“, dass nach 15h Wehen und rd
    36h ohne Schlaf (es ging um ca 23 Uhr los), mein Steißbein während der letzten Phase der Geburt (an)gebrochen ist (ohne PDA, Geburt ging plötzlich ganz schnell u es war zu spät dafür). Ich war als Kind wohl mal unglücklich gestürzt, dabei hatte es sich verschoben und war dem Köpfchen deshalb im Weg.. Ab dem Zeitpunkt waren d Schmerzen z T so schlimm, dass ich mich übergeben musste bzw mir schwarz vor Augen wurde. Vergessen werde ich das Erlebnis wohl nicht, aber die Erinnerung an den Schmerz verblasste recht schnell. Das Ergebnis war es auf jeden Fall wert!! Blöd war, dass ich die nächsten zwei Monate nicht ohne Schmerzen sitzen und deshalb nur im Liegen stillen konnte – das war einfach nur nervig und unpraktisch!

  9. Ja es stimmt alle sagen immer sie können sich nicht mehr daran erinnern wie dir Geburt war! Seit ich diese Erfahrung im märz dieses Jahr machen durfte verstand ich die Welt nicht mehr. Den wie um alles in der Welt könnte man diese verdammten schmerzen vergessen
    Natürlich war es eine Erfahrung über die ich froh bin, den nun weiß ich was ich alles ertragen kann!
    Und ja ich sage es jedem das die Geburt höllisch weh getan hat und das man es sich nicht vorstellen kann! Wenn man es nicht erlebt hat. Und ja es war das schrecklichste und schönste zugleich

    • Schön gesagt, Jenny: Das Schönste und Schrecklichste zugleich trifft es wirklich! 😉

  10. Ganz ehrlich,die Geburt von Hanno war schön,wenn auch echt schmerzhaft,es waren die krassesten Schmerzen,die ich je hatte,aber trotzdem erträglich.Ich rede sehr gerne über die Geburt,es ging schnell,einfach und absolut komplikationslos zuhause. Die Geschichte will komischerweise fast keiner hören. Manchmal denke ich,ich erzähl sie besser nicht,weil manche Frauen echt ein Problem damit haben,dass es Geburten gibt,nach denen man am nächstesten Tag sagt,dass man Geld zahlen wollen würde,genau das nochmal zu erleben

    • Hallo Dyana, ich finde es absolut wichtig offen und ehrlich über die Geburt zu sprechen – immerhin war es das Ereignis, dass unser Leben verändert hat! 😉 Ich habe aber auch manchmal das Gefühl, dass es keiner recht hören will… ich erzähle trotzdem munter weiter! 😉 Alles Liebe

    • Danke Dyana!! Mir geht es genauso.. 3 tolle Hausgeburten ohne PDA.

      Und die 4. steht ins Haus.
      Ich verstehe nicht, warum man vorher schwangeren sagen muss, dass es schrecklich ist!? Das finde ich respektlos.. denn jeder darf sich selbst darauf vorbereiten, nach eigenem belieben. Wenn man mit schlechten Gedanken daran geht, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass es schön werden kann..
      Aber manche möchten ihr Leid vielleicht gerne in die Welt schreien!?
      Mich nervt diese Präsenz bei Pinterest, (gute Arbeit Evilyn! 😉 ) – Alles rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt, stillen „leicht madig“ machen.. Warum?

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