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Kommentare

  1. Ich arbeite im Kindergarten, Verallgemeinerungen finde ich gefährlich, dennoch möchte ich sagen, dass Kinder mit Kaiserschnitt Hintergrund häufiger Probleme haben mit ihrer physischen Wahrnehmung im Kindergartenalter.
    Das ganze Thema „Geburt“ ist nicht unerheblich für die spätere Vita, m.M.n.!
    Es ist spannend sich mit den Müttern über die Schwangerschaft und Geburt eines Kindes zu unterhalten! Manchmal kann man Rückschlüsse ziehen, auch ohne zu stigmatisieren! Denn auch Kaiderschnittkinder können normal ins Leben starten und ihren Weg finden. Wie aber auch „normal entbundene“ die Geburt als belastend erlebt haben können und nun Anpassungsschwierigkeiten haben können.. denn auch nicht jede „normal entbundene“ Frau hatte eine wundervolle Geburt.

    Ich bin dankbar, dass ich drei Hausgeburten haben durfte UND das die medizinische Errungenschaft „Kaiserschnitt“ mir u.U. das Leben hätte retten können.

  2. Die Zahl der Mütter die stigmatisierende Kommentare erlebt haben zeigt ja, dass es diese gibt. Ich persönlich kann mich aber an keinen einzigen Kommentar erinnern, der anders als positiv war – nicht von Freunden, Kollegen, den anderen Müttern aus dem Geburtsvorbereitungs- und Krabbelkursen…nix. Dafür ist mir das Thema Stigmatisierung jetzt bereits zum wiederholten Mal in Blogs begegnet.
    Natürlich hat mir jede ungefragt erzählt wie ihre Geburt(en) lief(en) und oft ging es dabei um höllische Schmerzen. Ich bin froh, dass ich die bei der KS Geburt meines Sohnes nicht hatte, und traurig, weil ich mich nach dem Kaiserschnitt tagelang überhaupt nicht bewegen und nicht stillen konnte, während die Mütter mit der schlimmsten natürlichen Geburt recht fix wieder auf den Beinen waren. Aber mein Gefühl ist – auch dank des gemeinschaftlichen Jubels über unsere tollen Kinder – dass ich, wie alle Mütter dieser Welt, etwas Großartiges, Wundervolles geleistet habe, und zwar nicht wegen des Schmerzes der schon da war, sondern wegen der Freude und Verantwortung die unsere Kinder uns und hoffentlich anderen und sich selbst bringen (werden)

  3. Wieso werden Kaiserschnitt-Babies stigmatisiert?
    Nee mal im Ernst, echt?
    Ich kenne niemanden der mich oder mein Baby stigmatisiert.
    Ich habe aber auch keine Schuldgefühle, vielleicht liegt’s daran…
    Ich erzähl ja auch nicht rum “ er heißt Ben und ist übrigens per Kaiserschnitt geholt worden, ja ja, schlimme Sache und Schande über mich…“
    Ist das für irgendwas relevant?
    Einer der angreift, und einer der sich angreifen lässt…MEHR POWER MÄDELS!!!
    IHR SEID GEIL UND EURE BABIES ERST RECHT!!!

  4. Unser Sohn kam ohne KS zur Welt, aber die Geburt war für mich so traumatisch, dass ich im Falle einer zweiten Schwangerschaft auf jeden Fall einen Wunschkaiserschnitt machen lassen würde! Auch nach mittlerweile 5 Jahren werde ich nie diese Schmerzen vergessen und das Rumgedruecke auf meinem Bauch durch die Ärztin und dass Ziehen von unten mit der Saugglocke!!! Der Schnitt brauchte auch einige Zeit zum Verheilen und bis ich wieder schmerzfrei aufstehen oder mich setzen konnte dauerte es auch. Es soll mir bloss keiner mehr kommen und mir den Wunschkaiserschnitt ausreden wollen! Schon gar kein Mann!

    • Ganz bei dir, finde auch, dass man sich in der heutigen Zeit die eigene Geburt aussuchen kann, ohne dass man (bzw. frau) dafür verurteilt wird. #yougogirl

  5. Ich habe meine Tochter vor 11 Jahren unvorbereitet per KS zur Welt bringen müssen.
    Iwelche Verzögerungen/Unruhigkeit/Auffälligkeiten….keine Anzeige davon.
    Im Gegenteil, sie ist ihrem Alter voraus und das war sie schon immer. Mit 3,5 Monaten durchgeschlafen.
    War nie weinerlich. Zähne kriegen…davon hat man nichts gemerkt bis sie draußen waren.
    Ist mit 10 Monaten komplett allein gelaufen, hat mit 2 J. komplette Sätze gesprochen…usw…
    Heute geht sie aufs Gymi und ist sehr strebsam.

    Was ich nachvollziehen kann ist die psychische Belastung nach einem KS, es nicht aus eigener Kraft geschafft zu haben.
    An sich wusste ich, dass es das Beste für meine Tochter war.
    Dennoch tat es innerlich weh.
    Hat auch 5-6 Jahre gedauert es zu verarbeiten/akzeptieren.
    Und jetzt ist es gut.

    Nun bin ich wieder schwanger und in 3 Wochen wird mein Sohn auch per KS zur Welt kommen.
    Diesmal sehe ich dem KS locker entgegen, ich weiß was auf mich zukommt und habe eine andere Einstellung. Es geht schliesslich um unsere Gesundheit.
    Und so wie es ist, ist es gut.

    Nur freiwillige KS kann ich nicht nachvollziehen.
    Schmerzen so oder so….die hat man bei beiden Geburtsvarianten.

  6. Ich arbeite seit 20 Jahren mit Kindern. Nachdem ich vor über 14 Jahren meinen Sohn per KS zur Welt bringen musste (wegen BEL) und er dann ab ca dem 4..LJ Entwicklungsverzögerungen diagnostiziert bekam, habe ich mir von einer Kinesiologin sagen lassen das sei nicht untypisch für KS-Kinder weil ihnen „der intensive Weg“ fehlte. Daraufhin habe ich eine Statistik angefangen. Diese Aussage fand ich sehr interessant aber ich habe auch gezweifelt.
    Ich führe bei der Arbeit regelmäßig Elterngespräche und bei allen Kindern mit Auffälligkeiten habe ich seit der Aussage der Kinesiologin, die Eltern nach der Geburt gefragt. Wie verlief die Geburt?
    Dann habe ich eine anonyme Statistik geführt (nur für mich-weil ich als Mutter wissen wollte ob da wirklich was dran ist. Ich notiere mir seit ca 10 Jahren: Welche Auffälligkeitenhat das Kind und KS oder natürliche Geburt, ohne Namen selbstverständlich!!!)
    Ergebnis heute: 82‰ der Kinder waren Kaiserschnittkinder.
    Natürlich kann das nur Zufall sein! Ich für meinen Teil glaube es aber nicht.

    • Ich arbeite im Kindergarten, Verallgemeinerungen finde ich gefährlich, dennoch möchte ich sagen, dass Kinder mit Kaiserschnitt Hintergrund häufiger Probleme haben mit ihrer physischen Wahrnehmung im Kindergartenalter.
      Das ganze Thema „Geburt“ ist nicht unerheblich für die spätere Vita, m.M.n.!
      Es ist spannend sich mit den Müttern über die Schwangerschaft und Geburt eines Kindes zu unterhalten! Manchmal kann man Rückschlüsse ziehen, auch ohne zu stigmatisieren! Denn auch Kaiderschnittkinder können normal ins Leben starten und ihren Weg finden. Wie aber auch „normal entbundene“ die Geburt als belastend erlebt haben können und nun Anpassungsschwierigkeiten haben können.. denn auch nicht jede „normal entbundene“ Frau hatte eine wundervolle Geburt.

      Ich bin dankbar, dass ich drei Hausgeburten haben durfte UND das die medizinische Errungenschaft „Kaiserschnitt“ mir u.U. das Leben hätte retten können.

  7. Kaiserschnitte sind übrigens keine moderne Angelegenheit. Bereits im Antiken Rom gab es Gesetze, dass bei dem drohenden Tod der Mutter das Kind via Kaiserschnitt zu holen war, um wenigstens das Kind zu retten.

  8. Mein erstes Kind habe ich natürlich geboren. Sie ist sehr sensibel, pingelig und mag den bequemen Weg. Meine zweite Tochter musste aufgrund gesundheitlicher Bedingungen per Kaiserschnitt geholt werden. Sie ist lustig, unkompliziert und mutig.

    Langfristig kann ich keine negativen Auswirkungen sehen als vielmehr die Bestätigung, dass Kinder verschieden sind.

    Wenn es etwas negatives über Kaiserschnitte zu sagen gibt, dann das der Schmerz für mich hinterher schlimmer war, als der bei der natürlichen Geburt der ersten. Darüber hinaus hatte ich leichte Probleme mich auf das Kind einzustellen. Als freiwillige Geburtsentscheidung würde ich es niemanden empfehlen, aber ohne Kaiserschnitt wären mein Kind und ich heute tot.

  9. Was ich mindestens genauso schlimm finde, sind die Notkaiserschnitt-Mütter, die danach rumheulen, dass sie nicht ihre traumgeburt hatten. Sollte das wohl des Kindes nicht im Vordergrund stehen und nicht der eigene geburtsplan?
    Ansonsten gebe ich dir aber recht. Mein Mini ist ein Kaiserschnitt Kind. Das war nicht geplant, aber notwendig. Und mir wird oft gesagt, dass er ein sehr lieber kleiner Kerl ist.

    • Ich habe die Mütter auch nie verstanden bis ich selbst einen Notkaiserschnitt hatte. Du fühlst (Ich zumindest und ich habe es von so vielen Mama gehört ) dich einfach wie ein Versager stundenlang gearbeitet haben und es dann doch nicht geschafft zu haben.
      Ich hatte keinen Geburtsplan nie. Trotzdem habe ich den Kaiserschnitt , obwohl das Team bei der Geburt sehr einfühlsam und generell ein Traum war, als traumatisch erlebt.
      Für mich stand und steht heute noch wenn ich an die Geburt denke keine Freude im Vordergrund sondern diese unglaubliche Angst dass mein Kind sterben könnte.
      Schön dass du es sichtlich nicht so erlebt hast aber viele Frauen verbinden mit einem Notkaiserschnitt ähnliche Gefühle wie ich sie erlebt habe. Vielleicht hilft dir dass die jammernden Mütter zu verstehen.

    • Ich war psychisch immer stabil, aber unser Kaiserschnitt hat mich wirklich traumatisiert. Das hat mit „rumheulen“ nix zu tun. Ich fand mich plötzlich in einer für uns beide lebensbedrohlichen Situation wider, völlig ausgeliefert, fremdbestimmt, total entkräftet und voller Hormone. Im Ernst, es hat mich einige Zeit und eine Geburtsaufarbeitung gekostet, das Erlebte zu verarbeiten. Ich wollte den besten Weg für mein Kind, das war für mich der Natürliche. Es nicht selbst „geschafft“ zu haben fühlte sich für mich nach Versagen an. Ich freue mich für jede Frau, die das pragmatischer sehen kann.

    • liebe christina.du sprichst mir aus der seele.ich habe vor drei monaten meinen sohn auch per notsectio zur welt gebracht.welches trauma dahinter steckt kann niemand verstehen der es nicht selbst erlebt hat.ich persönlich wünsche mir für alle frauen, die eine traumatische geburt erlebt haben, dass ihre seelischen wunden heilen.

    • Bei einem Nptkaiserschnitt geht es um Leben und Tod und das spürt man oft. Das ist ein schweres Trauma das viele nie überwinden. Die Mutter fühlt das es nicht gut geht und man jetzt ohne fremde Hilfe wegstirbt. Dazu kommt das Geburtstrauma, eine tiefe innere Zerrissenheit die man körperlich spüren kann. Eine ganz grosse Traurigkeit. Das hat mit der Geburt an sich zu tun. Wer sagt dass so Mütter rumheulen wertet das Leben der Mutter brutal ab. Auch eine Mutter hat ein Recht auf seelische Gesundheit und Heilung. Von der Angst um das Kind, die einen noch lange begleitet und nicht loslassen will, mal abgesehen. Ungeplante Kaiserschnitte sind seelisch schwer zu verarbeiten.

  10. Meine Tochter kam vor 2 1/2 Jahren spontan zur Welt…Mein Sohn würde vor 10 Monaten per ks geboren und lag bis zum 3.Lebensart auf der Neo.

    Was soll ich sagen, er ist definitiv empfindlicher als es meine Tochter je war. Er ist sehr kuschelbedürftig und braucht quasi 24h rundum körperkontakt. Er hat am Anfang mega viel geschrien und tut es zum Teil auch heute noch. Mit ihm ist alles sehr viel komplizierter, aber auch mega schön. Wir wollen ihn alle nicht missen, aber leicht war es bis jetzt nicht. Es wird aber von Tag zu Tag besser. Bei meiner Tochter kann ich mich an keinen so anstrengenden Tag erinnern. Dafür ist er aber deutlich freundlicher und lacht ausnahmslos jeden, der sich den kurzen Moment nimmt ihn zu Sehen, strahlend an. Sie hingegen ist eher von grimmiger Natur.

  11. Die Aussagen von wegen „den leichteren Weg nehmen“ kann ich definitiv nicht nachvollziehen. Was soll an einem KS leicht sein? Urplötzlich wird alles hell und kalt, wildfremde Menschen reißen einen von der eigenen Mutter weg (für unterschiedlich lange Zeit, immer öfter zum Glück nur sehr kurz). Jede Menge Trubel rund herum, alle sind maskiert. Ich stell mir so einen Start, wie von unserem Sohn definitiv nicht leicht vor.

    Weinerlich ist er ebenfalls nicht. Ganz im Gegenteil. Er ist ein absoluter Sonnenschein und ich wüsste echt nicht, was bei ihm durch den KS anders sein sollte.

    Dennoch kann ich es persönlich auch nach unserer eigenen Erfahrung nicht verstehen, warum man schon im Vorhinein freiwillig einen KS machen möchte, ganz ohne konkrete, medizinische Gründe.

  12. So als Mama eines Kaiserschnitt Babies und Schwester auf einer Früh und Neugeborenen Station muss ich da ein Kommentar abgeben.
    Erfahrungsgemäß gibt es viele Babies die nach dem Kaiserschnitt unruhiger sind und schreckhaft.Man hat manchmal das Gefühl das Ihnen einfach der Weg gefehlt hat. Und sie jetzt auf der Welt sind mit einem WAAAS wie bin ich daher gekommen. Einige Kaiserschnittbabies haben auch minimale Anpassungsstörungen ( Temperatur Instabilität etc. ) das jetzt am Grund der Sectio oder an der Sectio selbst liegt kann man schwer sage.
    Aaaberdas legt sich innerhalb der ersten paar Tage.
    Was Kaiserschnitt Babies anfangs einfach noch mehr brauchen ist Begrenzung und teilweise recht enges Pucken. Hab ich bei meiner auch gemerkt das sie das richtig gebraucht hat.

    Nein ich kann das alles nicht wissenschaftlich belegen aber ich versuche meinen Patienten auch wenn sie noch ganz klein sind zu zu hören und das ist dass was ich die letzten Jahre mitbekommen habe

    • Mein KS Baby hasste pucken und jede Form von Begrenzung, auch Wippe und MaxiCosi. Sie schlief von Anfang an durch, weinte fast nie und war immer gut drauf. Keine Gelbsucht, keine Anpassungsstörungen und das nach Gestationsdiabetes Sternguckerlage Nabelschnur um den Hals und 3 Tagen Wehen. So ein entspanntes Kind hatte selbst die Hebi noch nicht gesehen 🙂 und ich als NeugeborenenFotografin auch noch nicht. Ks kann also Störungen verursachen – oder eben auch gar keine. Stillen und Bonding klappte auch.

    • Hallo Marion
      Ich hatte auch einen KS. Mein Kleiner war auch Sterngucker und hatte die Nabelschnur um den Hals. Er entwickelt sich prächtig. Ist immer fröhlich und zufrieden.wenn ich das nur hör, dass unsere Babys anders sein sollen, steigt mein Puls. Das ist absoluter Schwachsinn. Er wird jetzt 10 Monate alt und war noch nie krank. Er ist auch nicht schreckhaft oder hat sonst einen Nachteil Anderen gegenüber. Er ist sogar meist grösser als andere Babys in seinem Alter.
      Sorry aber diese Spaltung zwischen KS Babys und Normalgeburt Babys kann ich nicht verstehen. Das tönt für mich eher nach Müttern die Langeweile hatten und sich was zum Lästern gesucht haben.

    • Mein Sohn musste in der 37ssw per Sectio geholt werden und hatte weder anpassungsstörungen noch hat er Begrenzungen gebraucht. Er wollte auch nie gepuckt werden hat schon mit 2 Monaten durchgeschlafen und ist allgemein ein sehr fröhliches baby.

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